Umweltminister Remmel besucht Zukunftsprojekt Fernwärmeschiene in Oberhausen

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Konstruktive Gespräche über Projekt mit Vertretern der Stadt Oberhausen und der FWSRR / gemeinschaftliche Lösungen in Sicht

Ortbesichtigung an der geplanten Trasse und Diskussion der Lösungsmöglichkeiten.<br/>Im Gespräch: Johannes Remmel (Umweltminister NRW), Dr. Klaus Spindler (FWSRR), Klaus Wehling (OB Oberhausen), Udo Wichert (STEAG Fernwärme), Thömas Döking (FWSRR), Bernd Homberg (evo) und Apostolos Tsalastras (Stadt Oberhausen) (v.l.n.r.)

Oberhausen. Essen. Bei einem Besuch der geplanten Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr (FWSRR) führte Umweltminister Johannes Remmel am vergangenen Freitag in Oberhausen Gespräche mit Vertretern der Stadt und der FWSRR. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Klaus Wehling, Udo Wichert (Sprecher der Geschäftsführung STEAG-Fernwärme) Bernd Homberg (technischer Vorstand evo) und Sabine Lauxen (Beigeordnete Umwelt, Gesundheit, ökologische Stadtentwicklung) verschaffte sich der Minister einen Überblick über den geplanten Streckenverlauf der Trasse. Minister Remmel: „Wir begrüßen und unterstützten ausdrücklich den Bau der geplanten Fernwärmeschiene. Bereits jetzt trägt der Einsatz von Fernwärme zu einer hohen CO2-Einsparung bei.“ Bei der Begrüßung der Gäste brachte Oberbürgermeister Klaus Wehling die Einstellung der Stadt auf den Punkt: „Dies ist ein so tolles Klimaschutzprojekt, man muss einfach in das Gelingen verliebt sein.“

Bei dem einstündigen Besuch auf Burg Vondern und einer gemeinsamen Besichtigung der Brache Vondern sowie der Kleinen Emscher informierte sich der Minister auch über derzeit diskutierte, aber noch nicht abschließend geplante Abschnitte der Trassenführung. Remmel fasst das Ergebnis der Austausches zusammen: „Für das Land ist das ein herausragendes Projekt, um Klimaschutz voranzutreiben. Bei Infrastrukturprojekten in dieser Größenordnung gibt es immer Einzelaspekte, die in Diskussion sind. Das liegt in der Natur der Sache“, so der Minister weiter. „Es handelt es sich um zwei kurze Abschnitte einer insgesamt 25 km langen Strecke. Wir haben hier heute von allen Seiten gute Lösungsvorschläge gehört.“

Für beide diskutierten Stellen zeichnen sich mittlerweile Lösungen ab, die aber noch weiterer Verhandlungen mit anderen Institutionen bedürfen. Dieses energiepolitisch zukunftsweisende Projekt gilt es aber auch vor Ort für die Bevölkerung sowie Natur und Landschaft verträglich zu realisieren, daran arbeiten alle Akteure gerade gemeinsam, war einhellige Meinung der Beteiligten. Für die Oberhausener Bürger bietet die geplante Fernwärmeschiene mehrere Nutzen. „Mit der Realisierung dieses Projektes ist die geplante Fernwärmeschiene nicht nur ein idealer Partner der Energiewende. Darüber hinaus sichern wir für die kommenden Jahrzehnte die Wärmeversorgung für unsere Kunden. Die geplante Trasse steht auch für Versorgungssicherheit und Preisstabilität in der Zukunft“, so evo-Vorstand Bernd Homberg.

Info: Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr GmbH

Anteilseigner der im März 2015 gegründeten Gesellschaft sind die STEAG Fernwärme GmbH (56,6 %), die Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH mit Geschäftsanteilen von 25,1 %, und die Energieversorgung Oberhausen AG (18,3 %). Ihr Zweck ist die Planung, Errichtung und der Betrieb der Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr. In fünf einzelnen Projekten soll die neue Fernwärmeleitung geschaffen werden. Damit können auch zusätzliche industrielle und regenerative Wärmequellen zur Versorgung eingebunden werden. Dazu gehören Müllheizkraftwerke, Gas- und Steinkohleheizkraftwerke, Industrieanlagen mit ihrer Abwärme sowie Wärme aus regenerativer Kraft-Wärme-Kopplung. Dadurch können große CO2-freie Abwärmemengen und KWK-Mengen allen Projektpartnern zur Verfügung gestellt werden. Damit leistet die Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr einen wesentlichen Beitrag zu den CO2- und KWK-Zielen des Landes NRW.

Baubeginn 2017 geplant

Die neue Fernwärmeleitung soll vom bestehenden Teil der Ruhrschiene im Süden Bottrops
bis zur Fernwärmeschiene Niederrhein im Duisburger Norden verlaufen. Der genaue Trassenverlauf ist derzeit noch in der Planung. Der Trassenverlauf soll überwiegend über Grundstücke öffentlicher und industrieller Eigentümer geführt werden.

Wenn die Gesellschafter der Projektgesellschaft wie geplant im ersten Quartal 2017 einen positiven Baubeschluss fassen können, könnten erste Teilprojekte nach einer Bauzeit von zwei Jahren in Betrieb gehen.

Die Fernwärmeschienen Niederrhein und Ruhr könnten bereits 2019 miteinander verbunden sein und die nahezu CO2-freie Wärmeversorgung der Region von Moers bis Herne sicherstellen. Die Bezugsquellen stammen aus der Region und bestehen aus der Nutzung von industrieller Abwärme, Kraft-Wärme-Kopplung, Wärme aus regenerativen Energien und Müllverbrennungsanlagen.

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