NRW-Wirtschaftsminister Duin übergibt KlimaExpo.NRW-­Urkunde an das Projekt Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr

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Die geplante Verknüpfung führt zum größten zusammenhängenden Fernwärmenetz Europas

Essen. Aus den Händen von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin und KlimaExpo.NRW-Geschäftsführer Dr. Heinrich Dornbusch erhielt das Projekt ‚Fernwärmeschiene Rhein-­Ruhr‘ (FWSRR) heute in Essen die „Wir sind dabei“-­Urkunde der KlimaExpo.NRW. Stellvertretend für das Projektteam FWSRR nahm Udo Wichert, Geschäftsführer der STEAG Fernwärme und frischgewählter Vorsitzender des FWSRR-­Aufsichtsrates, die Auszeichnung entgegen. In seiner Laudatio bei einem Festakt im Essener Heizwerk-Nord würdigte Duin das Projekt als „Musterbeispiel für den Klimaschutz“: „Der Einsatz von Kraft-­Wärme-­Kopplungsanlagen ist ein erfolgversprechender Weg zu mehr Energieeffizienz. Bereits heute leisten sie - insbesondere in großen Städten und Ballungsgebieten - einen wichtigen Beitrag zur effizienten Wärmeversorgung. Mit der Fernwärmeschiene Rhein-­Ruhr soll in den kommenden Jahren der größte Fernwärmeverbund in Europa entstehen. Mit ihr wird die KWK einen großen Schritt nach vorne gebracht.“

Unter den geladenen Gästen befand sich neben dem NRW-Wirtschaftsminister auch Karola Geiß-­Netthöfel, Direktorin des Regionalverbandes Ruhr. Dr. Klaus Spindler, Sprecher der Geschäftsführung der FWSRR GmbH, sagte zur Verleihung: „Wir freuen uns über diese Auszeichnung, denn bereits jetzt tragen die beteiligten Fernwärmeunternehmen zu einer hohen CO2-Einsparung bei. Mit dem Zukunftsprojekt der Fernwärmeschiene kann die Wärmeproduktion von Moers bis hin zur InnovationCity Bottrop auf 75 Prozent CO2-­frei gesteigert werden.“

Ab 2017 soll die neue Fernwärmeleitung der bereits bestehenden Fernwärmeschienen Niederrhein und Ruhr geschaffen werden. Damit können zusätzliche industrielle und regenerative Wärmequellen zur Versorgung eingebunden werden. Dazu gehören Müllheizkraftwerke, Gas- und Steinkohleheizkraftwerke, Industrieanlagen mit ihrer Abwärme sowie Wärme aus regenerativer Kraft-­Wärme-­Kopplung. Die FWSRR leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu den CO2- und KWK-Zielen des Landes NRW. „Wir sind stolz, dass die Fernwärmeschiene Rhein-­Ruhr als ein zentraler Beitrag zur Energiewende nun Teil der KlimaExpo.NRW geworden ist, denn sie liefert zusammen jährlich rd. drei Milliarden kWh klimafreundliche Wärme entsprechend dem jährlichen Wärmebedarf von fast einer halben Million Wohneinheiten. Die Wärmelieferung erfolgt durch die FWSRR und deren Anteilseigner mit einem Versorgungsnetz von über 1.400 km“, sagte Dr. Heinrich Dornbusch im Rahmen der Urkundenübergabe.

Anteilseigner der Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr GmbH, die 2015 gegründet wurde, sind die STEAG Fernwärme GmbH (56,6 %), die Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH mit Geschäftsanteilen von 25,1 %, und die Energieversorgung Oberhausen AG (18,3 %). Ihr Zweck ist die Planung, Errichtung und der Betrieb der Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr, welche das größte Fernwärmenetz Europas bildet. Hintergrund der Gründung ist die Machbarkeitsstudie „Fernwärmeperspektiven im Ruhrgebiet bis 2050“, welche vom Landesumweltministerium beauftragt wurde. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Verbindung der Fernwärmeschienen Niederrhein und Ruhr mittels neu zu erstellender Transportleitungen sinnvoll ist.

Fernwärme ist seit über 50 Jahren ein wichtiger Bestandteil der Wärmeversorgung in den Regionen Ruhr und Niederrhein. Der Energieträger konnte insbesondere zu Zeiten des Steinkohlenbergbaus einen wichtigen Beitrag zur Reinhaltung der Luft leisten und nach der ersten Ölkrise nahm die Bedeutung von lokalen, zuverlässigen und günstigen Energiequellen zu. Die Netze sind seit den sechziger Jahren von mehreren Fernwärmenetzbetreibern aufgebaut und betrieben worden. Dabei wurden einige Netze soweit miteinander verbunden, dass die zwei großen regionalen Fernwärmeschienen Ruhr und Niederrhein entstanden sind.

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