Ihre Fragen zu unserem Klimaprojekt

Haben Sie Fragen rund um die Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr? Wir sind gerne persönlich für Sie da und haben zudem die häufigsten Fragen und Antworten für Sie auf dieser Seite zusammengestellt.

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Fragen und Antworten

Die Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr ist eine rund 25 Kilometer lange Fernwärme-Transportleitung, die zwischen Bottrop und Duisburg und damit zwischen den bereits bestehenden Fernwärmeschienen Niederrhein und Ruhr verläuft. Mit der geplanten Fertigstellung der Einzelprojekte im Jahr 2019 entsteht so im Ruhrgebiet das größte zusammenhängende Fernwärmenetz Europas mit einer Leitungslänge von mehr als 1.600 Kilometern.

Die Landesregierung unterstützt den Bau der neuen Fernwärmeschiene als eines der Leitprojekte zur Erreichung des gesteckten Ziels, bis 2020 25 Prozent und bis 2050 insgesamt 80 Prozent weniger CO2 auszustoßen als 1990. Bis zu 100.000 Tonnen CO2 können durch die neue Schiene allein im Ruhrgebiet pro Jahr eingespart werden.

Bauträger ist die Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr GmbH, die im März 2015 mit dem Ziel gegründet wurde, die Planung, Errichtung und den Betrieb Fernwärmeschiene zu übernehmen. An der Gesellschaft sind die STEAG Fernwärme GmbH mit 56,6 Prozent, die Energieversorgung Oberhausen AG mit 18,3 Prozent sowie die Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH mit 25,1 Prozent beteiligt.

Bereits im Juli 2013 unterzeichneten die Geschäftsführer der drei Versorgungsunternehmen eine Absichtserklärung, die Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr mit Unterstützung der Landesregierung NRW umzusetzen.

Ziel der neuen Fernwärmeleitung ist es, eine effiziente, umweltfreundliche und
preisstabile Wärmeversorgung im Ruhrgebiet zu sichern. Dazu sollen über Kraft-Wärme-Kopplung zunehmend regionale Wärmequellen genutzt werden, darunter Müllheizkraftwerke, Gas-und-Dampf-Kraftwerke, Steinkohlekraftwerke, Industrieanlagen sowie Kraftwerke, die erneuerbare Energien nutzen.

Mit einer möglichen Minderung der CO2-Emissionen im Ruhrgebiet um bis 100.000 Tonnen pro Jahr trägt die Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr zudem dazu bei, die von der Landesregierung NRW gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen: Bis 2020 sollen die CO2-Emissionen in NRW um 25 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent gemessen am Ausgangswert von 1990 gesenkt werden. Um diese Ziele zu erreichen, sollen die Emissionsminderungspotenziale durch die Erhöhung der Kraft-Wärme-Kopplungsquote von heute 13 Prozent auf 25 Prozent bis 2020 sowie durch den Ausbau des Fernwärmenetzes effizienter genutzt werden. Die Landesregierung NRW unterstützt den Bau der Fernwärmeschiene daher auch als Leitprojekt ihrer Klimaschutzpolitik.

Die Realisierung der Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr basiert auf der vom Land NRW beauftragten Studie „Perspektiven der Fernwärme im Ruhrgebiet bis 2050“. Diese wurde vom Büro für Energiewirtschaft und technische Planung (BET), einem der  führenden Beratungsunternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft mit Sitz in Aachen, durchgeführt. Das Unternehmen hat bereits zahlreiche Machbarkeitsstudien und Marktanalysen in der Energie- und Wasserwirtschaft durchgeführt sowie Strategien aus den gewonnenen Erkenntnissen entwickelt.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass durch die Verbindung der bestehenden Fernwärmenetze mit der Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr eine sichere, ökologische Fernwärme im Ruhrgebiet bis 2050 erreichbar ist, da sich auf diese Weise neue Potenziale ergeben, den KWK-Anteil in der Fernwärmeversorgung durch die Anbindung regionaler Wärmequellen zu erhöhen. Dazu zählen Müllheizkraftwerke, Gas-und-Dampf-Kraftwerke, die dann noch vorhandenen Steinkohleheizkraftwerke, Industrieanlagen sowie Kraftwerke, die Strom aus erneuerbaren Quellen produzieren.

Durch diese gezielte Erhöhung des Einsatzes von KWK könnte die teure und unökologische Wärmeerzeugung in speziell dafür errichteten Heizwerken reduziert und durch die effizientere Gestaltung des Fernwärmeangebotes der CO2-Ausstoß um jährlich bis zu 100.000 Tonnen gesenkt werden. Im Koalitionsvertrag von 2012 zwischen NRW-SPD und Bündnis 90 / Die Grünen NRW ist daher die Verknüpfung der Fernwärmeschienen Niederrhein und Ruhr als konkretes Leitprojekt der KWK-Politik der Landesregierung definiert worden.

Die Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr ermöglicht die Realisation des größten zusammenhängenden Fernwärmenetzes in Europa – mit zahlreichen Vorteilen für Umwelt und Verbraucher.

Durch die gezielte Einbindung regionaler Wärmequellen wie Müllheizkraftwerke, Industrieanlagen, Gas-und-Dampf-Kraftwerke sowie Kraft-Wärme-Kopplungen aus erneuerbaren Energien verringert sich der Einfluss der Entwicklungen auf dem globalen Energiemarkt. Somit kann eine langfristige Versorgungssicherheit und Preisstabilität sichergestellt werden.

Gleichzeitig trägt die neue Fernwärmeschiene zur Entlastung der Umwelt bei: Pro Jahr können allein im Ruhrgebiet bis zu 100.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Auch die natürlichen Ressourcen werden geschont. So könnten durch die Realisierung neuen Fernwärmeleitung zwischen 2017 und 2050 mehr als 800.000 Tonnen Heizöläquivalent eingespart werden.

Nicht zuletzt trägt die Vernetzung der Fernwärmeversorgungsgebiete im Ruhrgebiet damit auch zur Erreichung der Klimaschutzziele der Landesregierung bei, die bis 2020 eine KWK-Quote von 25 Prozent sowie eine Verringerung des CO2-Ausstoßes um 25 Prozent bis 2020 und um 80 Prozent bis 2050 gemessen am Wert von 1990 erreichen will.

Der mit der Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr realisierte Fernwärmeverbund wird die Wärmeversorgung für Abnehmer in den zehn Städten Moers, Voerde, Duisburg, Dinslaken, Oberhausen, Bottrop, Essen und Herten sichern. Da durch die neue Fernwärmetrasse im Ruhrgebiet jedoch pro Jahr bis zu 100.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden, profitieren auch Bürger, die kein Fernwärmekunde sind, von der neuen Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr.

Sicherlich kann ein Bauprojekt dieser Größe – wie auch andere Baumaßnahmen, etwa zur Straßensanierung – nicht gänzlich ohne Lärm- oder Staubbelastungen realisiert werden. Diese werden sich jedoch aufgrund der geplanten Trassenführung über vorwiegend industriell und öffentlich genutzte Grundstücke für die Bürger in engen Grenzen halten. Zudem werden die mit dem Bau beauftragen Firmen dazu verpflichtet, die Beeinträchtigungen auf das mögliche Minimum zu reduzieren. Sollten während eines Bauabschnittes erhöhte Beeinträchtigungen durch den Trassenbau zu erwarten sein, werden die betroffenen Bürger darüber frühzeitig und umfassend informiert.

Die etwa 25 km lange Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr verläuft von der Fernwärmeschiene Ruhr im Bottroper Süden aus bis zur Fernwärmeschiene Niederrhein im Duisburger Norden. Somit verläuft die Trasse, deren genauer Verlauf noch in Planung ist, über Gebiete der Städte Bottrop, Oberhausen und Duisburg.

Drei große Fernwärmeunternehmen im Ruhrgebiet ziehen gemeinsam an einem Strang, um die Fernwärmeversorgung langfristig umweltfreundlicher zu gestalten, die Versorgung durch die mögliche Integration neuer Wärmequellen sicherer zu machen und die Preise zu stabilisieren. Die Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr ist ein wichtiger Beitrag, die Metropole Ruhr zur grünen Hauptstadt Europas zu entwickeln.

Wir erhoffen und wünschen uns daher eine breite Unterstützung des Projekts auf Seiten der Politik, der NGOs und auf Seiten der Bürger. Diese Unterstützung wollen wir mit einem umfassenden Informations- und Dialogangebot erreichen und fördern.

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Die Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr wird unterstützt durch:

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